Allgemeine Situation:

Die Region um Bodhgaya, dem Platz der Erleuchtung Shakyamuni Buddhas, der von Pilgern aus aller Welt in zunehmender Anzahl besucht wird und als der wichtigste und heiligste Ort für Buddhisten gilt, liegt in einer vernachlässigten und schwer verarmt Region. Bodhgaya liegt ein paar Autominuten südlich von Gaya, im Bundesstaat Bihar. Bihar erholt sich langsam von der ausbeuterischen Diktatur-ähnlichen Regentschaft von Lalu Pranshant, dem ehemaligen Gouverneur Bihars, dem es gelang, über ein Jahrzehnt seine uneingeschränkte Machtgier zu zeigen und dabei die ärmste Region Indiens noch weiter in die Armut zu treiben. Hohe Kriminalität, Korruption und soziale Missstände haben in Verbindung mit geringer Bildung ein undurchdringliches Netz der Armut über Bihar ausgebreitet, das bedingt vom extremen Klima Indiens ärmste Region ist.

Langsam beginnen sich die Menschen wieder sicherer zu fühlen und wagen es, an ein schöneres Leben zu glauben, indem sie beginnen, ihr Geld in ihrer Heimat zu investieren und nicht mehr - wie gewohnt - in Delhi oder Bombay.

Die Armut herrscht jedoch besonders in den umliegenden Dörfern Bodhgayas. Die Folgen davon sind: Kinderhandel, Massen-Unterernährung, besonders niedrige Alphabetisierungsarte, Verbrechen und Angst.

Kinderhandel: Verarmte Eltern verkaufen ihre Kinder und erwarten sich davon laufendes Einkommen. Meist werden Kinder nach China oder in andere Orte Indiens verkauft, wo die überwiegende Zahl von ihnen in großen Fabriken als Arbeitssklaven landen oder zur Prostitution gezwungen werden. Einige landen in Ausbildungscamps der Terroristenverbände und werden dort ausgebildet und gezwungen, Selbstmordanschläge zu verüben. Die Region liefert aus purer Armut Menschen-Material für die unmenschlichsten Zwecke.

Klimatische Lage:

Bodhgaya ist während der Monate Mai bis Juli, also zwei bis drei Monate im Jahr, von starker Hitze bis zu 50 Grad Celsius wie lahmgelegt. Viele Menschen sterben in dieser Zeit an körperlicher Austrocknung. Der Monsunregen bringt über die Folgemonate Erleichterung und Fruchtbarkeit mit sich. Der kurze, kalte und nebelige Winter von Ende Dezember bis Mitte Jänner stellt eine weitere Extrembelastung für die arme Bevölkerung dar. Pro Winter erfrieren hunderte Menschen.

Regierungsinteressen:

Seit dem Scheitern vom Matreya-Project in Bodhgaya und der darauf folgenden Verleihung des "World Heritage Sight" an die Bodhgaya-Stupa, hat die Regierung Indiens starkes touristisches Interesse an dem Standort Bodhgaya und verabschiedete vor drei Jahren einen "Masterplan", wonach Bodhgaya für die oberste Touristen-Klasse interessant gemacht werden soll. Dies ließ die Grundstückspreise in schwindelnde Höhen klettern und gibt Spekulanten freies Geleit. In dieser Lage verschlimmerte sich die Lebenssituation der ärmeren Bevölkerung plötzlich drastisch. Politisch motivierte Veränderungen von einflussreichen Stellen (NGOs) aus dem In- und Ausland lassen speziell die Kinder mit großer Unsicherheit zurück. Hoffnungslosigkeit bei Familien bringen unüberwindbare Hürden mit sich.

Was tun wir?:

  Im Jahr 2010 wurde in Zusammenarbeit mir der D-Foundation ein Netzwerk aufgebaut, das sich mitBild_005_1.jpg der Armut in den umliegenden Dörfern von Bodhgaya und der Lebenslage der lokalen Familien auseinandersetzt. Eltern werden motiviert, ihre Kinder in von uns gegründeten kleine Schulen zu geben, die sich in ihrer unmittelbaren Nähe befinden und wohin sie ohne den Einsatz von Beförderungsmitteln gelangen. Diese Schulen werden von lokalen LehrerInnen geleitet, die von uns weiter gebildet und ständig betreut werden. Kinder von 5 bis 8 Jahren kommen regelmäßig in den Vormittagsunterricht.

Weiters wurden mehrere Kurse für Frauen aus den Dörfern entwickelt, die regelmäßig handwerkliche Einschulungen sowie Kurse in Hygiene, Vorsorge für Kinder, Körperpflege Familienplanung und dgl. anbieten. In diesen Kursen lernen die Frauen mehr Selbstbewusstsein, praktische Fertigkeiten, die es ihnen ermöglichen, ihre Kinder besser zu versorgen und ihr Leben besser zu meistern. Im März 2012 wurde ein eigener Verein gegründet: "Arya Tara Cheritable Trust", der nun die Projekte in Bodhgaya abwickelt. Wir helfen den ärmsten der Armen, helfen Sie mit!

Unterstützen Sie uns finanziell oder machen Sie einen Freiwilligen Einsatz bei den Kindern. Sprechen Sie mit uns. Ihre geschätzte Spende als einmaligen Eingang oder als Dauerauftrag senden Sie bitte an: Die PSK, IBAN: AT886000080116019390; BIC: OPSKATWW